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Trainingslager 2. Side (TR) – 2026 – Tag 2

Trainingslager 2. Side (TR) – 2026 – Tag 2

Tag 2

Pünktlich um 08:30 Uhr versammelte sich der grün-weisse Tross zum ersten Härtetest des Tages: dem gemeinsamen Frühstück. Entgegen aller Erwartungen erschienen tatsächlich sämtliche Akteure rechtzeitig, geschniegelt und – man glaubt es kaum – sogar einheitlich gekleidet. Ein Novum, das in gewissen Fussballkreisen bereits als taktische Meisterleistung des Trainerstabs gewertet wird.

Nach erfolgreicher Kalorienaufnahme und dem routinierten Vernichten mehrerer Omelett-Stationen wurde am Vormittag erstmals ernst gemacht. Die erste Einheit hatte es bereits ordentlich in sich und forderte schon früh das erste Opfer dieser türkischen Frühjahrsoffensive.

Noch bevor die grossen taktischen Meisterwerke vollendet werden konnten, meldete sich der erste Muskel mit einem deutlichen „bis hierhin und nicht weiter“.

Diagnose: Zerrung. Also nichts Lebensbedrohliches – aber genug, um aus einem ambitionierten Trainingslagerteilnehmer kurzfristig einen professionellen Zuschauer mit Getränk in der Hand zu machen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es am Nachmittag erneut auf den Platz.
Und als hätte auch der Wettergott langsam verstanden, dass hier etwas zusammenwächst, kam im zweiten Training sogar noch die Sonne zum Vorschein. Die Beine wurden schwerer, der Schweiss floss in Strömen, doch der Wille blieb intakt.
Zumindest bei den meisten.

Zum Auftakt der Nachmittagseinheit wurden bei einigen Spielern tief vergrabene Kindheitstraumata und längst verdrängte Erinnerungen an den Turnunterricht geweckt. Denn beim Völkerball zeigte sich einmal mehr: Technik vergeht, Übersicht bleibt – und gewisse Spieler werfen noch immer so, als wäre dieses Spiel ihre heimliche Königsdisziplin.

Besonders bemerkenswert war dabei die Darbietung des Teams Alt. Mit einer Mischung aus Erfahrung, List, altersbedingter Cleverness und dem unbedingten Willen, es den Jungspunden nochmals zu zeigen, wurde den Jungen das Leben ordentlich schwer gemacht. Ob beim Völkerball oder im Abschlussspiel – die ältere Fraktion kämpfte, als ginge es nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern um die letzten freien Plätze am Dessertbuffet.

Zum krönenden Abschluss des sportlichen Programms wurde noch der Penaltykönig auserkoren.
Nach nervenstarken Abschlüssen, mutigen Anläufen und dem einen oder anderen Ball, der vermutlich erst morgen in Zypern landet, stand fest: König Suppi der Zwölfte besteigt den Thron. Die Krönung erfolgte standesgemäss – ohne Krone, aber mit maximaler innerer Grösse.

Nach zwei intensiven Einheiten wurde selbstverständlich auch der Regeneration höchste Priorität eingeräumt.
Die einen entschieden sich für das erfrischende Nass des Mittelmeers, andere liessen sich auf der Massageliege wieder zusammenflicken, damit am nächsten Tag erneut so getan werden kann, als wäre man topfit. Professionell, wie man es von einer ambitionierten 4.-Liga-Reisegruppe erwarten darf.

Auch der Abend stand ganz im Zeichen der Regeneration – zumindest offiziell. Bei intensiven Fachgesprächen an der Bar wurden Taktik, Weltpolitik und die Schönheit des türkischen Nachtlebens eingehend analysiert. Einige besonders wissbegierige Delegierte verlegten ihre Erkundungsmission später noch in den hoteleigenen Club, wo die Belastungssteuerung endgültig ausser Kraft gesetzt wurde.

So endet Tag 2 eines Trainingslagers, das sportlich fordernd, gesellschaftlich wertvoll und alkoholtechnisch noch im kontrollierbaren Bereich bleibt. Die Beine werden schwerer, die Geschichten besser – und immer mehr entsteht der Eindruck, dass hier nicht einfach nur ein Trainingslager läuft, sondern sich gerade etwas entwickeln könnte, das in dieser Saison noch für einiges gut ist. 😉

FCNE im Trainingslager-Modus: leicht müde, gut gebräunt, erstaunlich diszipliniert – und weiterhin nur moderat alkoholisiert! ⚽️🍻